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Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew

Урок 33. Немецкий язык 10 класс ФГОС

Этот видеоурок посвящён известной австрийской детской писательнице Кристине Нёстлингер и её книгам.

Конспект урока "Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew"

Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew

Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew war ein hellster Vertreter des goldenen Zeitalters der russischen Poesie.

Meisterhaft machte er seine Gedanken, Gefühle und Rhythmus in Gedichten. Bis heute werden lyrische Werke des Dichters von der ganzen Welt gelesen.

Und heute machen wir die Bekanntschaft mit dem Lebenslauf und Schaffen des großen russischen Lyrikers! Und dann prüfen wir eure Kenntnisse mit einem Test!

Kindheit

Der zukünftige Dichter wurde am 23. November (nach neuem Stil) oder am 5. Dezember (nach altem Stil) 1803 im Dorf Owstug im Gouvernement Orjol im Tjuttschews Edelsitz geboren. Heute ist das Brjansker Gebiet.

Die Eltern Iwan Nikolajewitsch (1768–1846) und Ekaterina Lwowna (1776–1866) haben noch 2 Kinder: den ältesten Sohn Nikolaj (1801–1870) und die jüngste Tochter Darja (1806–1879).

Ausbildung

Kleiner Fjodor bekam Hausausbildung. Sein Lehrer war Semjon Raitsch (1792–1855): Pädagoge, Dichter und Übersetzer antiker Poesie.

Schon in der Kindheit studierte Tjuttschew lateinische und römische Poesie und im Alter von 12 Jahren übersetzte er die Oden von Horaz, einer der bedeutendsten römischen Dichter.

Seit 1817 besuchte er Vorlesungen an der Moskauer Universität. Hier merkte der Pädagoge Alexej Merzljakow das Talent des jungen Manns. Vor der Immatrikulation wurde Tjuttschew als Student im November 1818 zugelassen und 1819 wurde als Mitglied der Gesellschaft der Liebhaber der russischen Literatur gewählt.

Moskauer Universität absolvierte er auf 3 Jahre früher (im Jahr 1821) und wurde promoviert.

Karriere

„Er war ein Dichter aus Berufung, aber nicht von Beruf“.

Sergei Timofejewitsch Aksakow (1791–1859), ein russischer Schriftsteller.

1822 erhielt Tjuttschew eine Stelle im Außenministerium in Sankt Petersburg.

Dann war er längere Zeit bei der russischen Gesandtschaft in München. Hier machte er Bekanntschaft mit Heinrich Heine und Friedrich Schelling.

Ende 1837 bis Mitte 1838 war Tjuttschew als russischer Gesandter in Turin tätig.

1844 kehrte er nach Russland zurück. Fjodor wurde 1844 der Person des Reichskanzlers attachiert. Seit 1848 amtet er als ältester Zensor.

1858 wurde er Vorsitzender des Komitees für auswärtige Zensur. Diese Position hatte er bis zu seinem Tode. 1865 bekam Tjuttschew den Geheimen Rat.

Privatleben

Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew hatte ein bewegtes Privatleben.

„Liebe ist ein Traum und ein Traum ist ein Moment“

Seine erste Liebe war Amalie Adlerberg (1808–1888). Die Schönheit des Mädchens wurde von Puschkin und Nikolaj I. bewundert. Sie war 14 Jahre alt, als sie Tjuttschew kennenlernte und sich sehr für ihn interessierte.

Aber gegenseitige Sympathie war nicht genug: Das junge Mädchen wollte auch viel Geld. Und am 31. August 1825 heiratete die 17-jährige Amalie von Baron Paul Alexander von Krüdener.

Die Nachricht von der Hochzeit hat Fjodor sehr geschockt.

Ein Jahr später (1826) heiratete Tjuttschew Eleonore Gräfin von Bothmer (1800–1838) in München.

Sie hatten 3 Töchter: Anna (1829–1889), Darja (1834–1903) und Ekaterina (1835–1882).

1833 lernte Tjuttschew Baronin Ernestine von Pfeffel (geborene Dörnberg) kennen (1810–1894).

Ganze literarische Gesellschaft sprach von ihrem Roman. Die Frau Eleonore war auf seinen Mann eifersüchtig und einmal sogar verletzte sich mit Hilfe eines Dolches.

Trotz des Presseskandals und öffentlichen Tadels konnte sich der Schriftsteller von seiner Geliebten nicht trennen.

Eleonore starb im Jahre 1838 wegen schlechter Gesundheit. Und schon im Jahre 1839 heiratete Dichter Ernestine von Pfeffel. Sie haben auch 3 Kinder: Marija (1840–1873), Dmitrij (1841–1870) und Iwan (1846–1909).

Aber das Schicksal spielte einen grausamen Witz mit der Baronin. Sie teilte seinen Ehemann mit einer jungen Geliebten: Elena Aleksandrovna Denisyeva (1826–1864).

Mit ihr hat Tjuttschew noch 3 uneheliche Kinder: Elena (1851–1865), Fjodor (1860–1916) und Nikolaj (1864–1865).

Schaffen

Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew schrieb mehr als 400 Gedichte. Themen seiner Werke waren Politik, Natur, Philosophie und tragische Liebe.

Russischer Literaturwissenschaftler Juri Michailowitsch Lotman (1922–1993) teilt seine Gedichte in 3 Perioden:

1. Die erste Periode (1810–1820-er Jahre). Dazu gehört jugendliche Poesie.

2. Die zweite Periode (von der 2. Hälfte 1820-er Jahre bis 1850). Das sind Oden im Stil europäischer Romantik.

3. Die dritte Periode (1850 – Anfang 70-er Jahre) – politische Gedichte.

Im Jahre 1820 las Tjuttschew öffentlich an der Moskauer Universität sein erstes Gedicht vor. Es heißt „Urania“ und ist ganz im Geiste Lomonossows.

22 Jahre wohnte Tjuttschew im Ausland. In München verliefen die schönsten Jahre seines Lebens, hier schrieb er seine besten Gedichte:

·        „Der Frühlingssturm“ (1828),

·         „Brunnen“ (1836),

·         „Silentium!“ (1830):

Schweige, verbirg dich und halte

deine Gefühle und Träume geheim,

laß sie in der Tiefe deiner Seele

lautlos auf- und untergehen

wie Sterne in der Nacht;

erfreue dich an ihnen – und schweige.

Er übersetzte auch eine ganze Reihe deutscher Gedichte von Goethe „West-östlicher Divan“ und Schiller „An die Freude“.

Diese Übersetzungen sowie die Originalgedichte, die er um jene Zeit schrieb, schickte er manchmal nach Russland. 1836 wurden 16 seine Gedichte in der Zeitschrift „Zeitgenossen“ veröffentlicht. Sie hatten den Titel „Die Gedichte aus Deutschland“.

1848 kam anonym und ohne Tjuttschews Wissen das Gedicht „Meer und Fels“ in die Öffentlichkeit. Das war eines der politischen Gedichte, zu denen ihn die Ereignisse des Jahres 1848 begeistert hatten. Der Fels ist das heilige Russland, das Meer – die europäische Revolution, die machtlos am Felsen zerschellt.

Im Jahr 1854 veröffentlichte der Dichter seine erste Gedichtsammlung. Sie enthielt die frühere Gedichte der 1820-er und 1830-er Jahre und neue Werke.

Liebeslyrik von Tjuttschew bezeichnet man als Zyklus der tragischen Liebe und nennt man „Denisyev-Zyklus“. Aber es ist unbekannt, wem Gedichte gewidmet wurden: seiner jungen Geliebten Elena Denisyeva oder Ehefrau Ernestine von Pfeffel.

Die letzte Liebe

Mag spärlich das Blut sich regen,

Doch voller Zartheit ist das Herz.

O letzte Liebe, Fluch und Segen

Und Glück und hoffnungsloser Schmerz.

Nach der Niederlage Russlands im Krimkrieg schrieb Tjuttschew eines der bekanntesten Gedichte „Verstand wird Russland nie verstehn“ (1866). Der Autor rief aber nicht zur politischen, sondern zur geistigen Vereinigung:

Verstand wird Russland nie verstehn,

Kein Maßstab sein Geheimnis rauben;

So wie es ist, so lasst es gehn –

An Russland kann man nichts als glauben.

 

Der kühle, wägende Verstand

Kann Russlands Wesen nicht verstehen;

Denn dass es heilig ist, dies Land,

Das kann allein der Glaube sehen.

Die letzten Jahre

Bis zum Tod interessierte sich Tjuttschew für die politische Situation in Europa.

1872 konnte der Dichter mit seiner linken Hand nicht bewegen und hatte eine starke Verschlechterung seiner Sicht. Er litt an starken Kopfschmerzen.

Am Morgen des 1. Januar 1873 ging der Dichter spazieren. Auf der Straße wurde er ohnmächtig. Tjuttschew wurde gelähmt.

Am 15. Juli 1873 starb Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew im Alter von 70Jahren in Zarskoje Selo.

Am 18. Juli 1873 wurde der Dichter auf dem Neujungfrauenkloster-Friedhof in Sankt Petersburg begraben.

Hört interessante Fakten über Fjodor Iwanowitsch Tjutschew!

1. Fjodor Iwanowitsch hatte 9 eheliche Kinder. Aber er hatte noch 2 uneheliche Söhne. Aus München kam Tjuttschew mit einer Frau: Hortensia Lapp. Die Details dieser Beziehung sind unbekannt. Aber 2 Kinder wurden geboren: Nikolaj Lapp-Michajlow und Dmitrij Lapp. Nach dem Tjuttschews Tod bekam Hortensia Lapp und ihre Kinder 20 Jahre lang eine Rente nach dem letzten Wunsch des Dichters.

2. In München traf er sich oft mit Heinrich Heine, der damals oft nach München kam und ihn in einem seiner Briefe „den besten von seinen Münchner Freunden“ nannte.

3. Im Jahre 1861 veröffentlichte deutscher Schriftsteller Heinrich Noë in München eine Gedichtsammlung von Tjuttschew.

4. Die erste vollständige Sammlung erschien auf Russisch erst nur 1900!

5. Tjuttschew war nicht nur ein genialer Dichter und Übersetzer, sondern auch ein politischer Denker und Publizist.

Macht bitte den Test über den Lebenslauf und das Schaffen von Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew!

1. Wann wurde der russische Dichter Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew geboren?

a) 1703,

b) 1803,

c) 1914.

Die richtige Antwort ist b). Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew wurde am 23. November (nach neuem Stil) oder am 5. Dezember (nach altem Stil) 1803 im Dorf Owstug im Gouvernement Orjol geboren. Heute ist das Brjansker Gebiet.

2. Welche Ausbildung bekam Tjuttschew?

a) ein Gymnasium und dann Uni in Sankt Petersburg,

b) eine Privatschule und dann Uni im Ausland,

c) Hausausbildung und dann Uni in Moskau.

Tjuttschew bekam Hausausbildung vom Lehrer Semjon Raitsch. Seit 1818 studierte er an der Moskauer Universität, die er auf 3 Jahre früher (im Jahr 1821) absolvierte und promoviert wurde.

3. Wohin reiste Fjodor Tjuttschew nach seinem Studium?

a) Er reiste durch Europa.

b) Er fuhr nach München.

c) Er kehrte nach Hause zurück.

Die richtige Antwort ist b). Er fuhr nach München als Diplomat und war dort längere Zeit bei der russischen Gesandtschaft.

4. Wie lange wohnte Tjuttschew im Ausland?

a) 2 Jahre,

b) 10 Jahre,

c) 22 Jahre.

Tjuttschew verbrachte im Ausland 22 Jahre. Er wohnte in München und Turin.

Nur 1844 kehrte er nach Russland zurück.

5. Wie nennt man seine erste Ehefrau?

a) Eleonore Gräfin von Bothmer,

b) Elena Denisyeva,

c) Ernestine von Pfeffel.

Die richtige Antwort ist a). 1826 heiratete Tjuttschew Eleonore Gräfin von Bothmer in München. Ernestine von Pfeffel war seine zweite Ehefrau und Elena Denisyeva war seine junge Geliebte.

6. Über welche Themen schrieb Tjuttschew nicht?

a) Liebe,

b) Philosophie,

c) Revolution.

Er schrieb über Revolution nicht. Seine Hauptthemen waren Liebe, Philosophie, Natur und Politik.

***

Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew war einer der hervorragendsten Vertreter der philosophischen und politischen Lyrik.

Der Einfluss seiner Poesie auf die russische Literatur des 19. Jahrhunderts war nicht groß. Er schrieb 400 Gedichte, das ist ein kleines Buch. Aber dieses Buch überwog viele Bände!

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