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Die Geschichte Deutschlands. Periode von 1945 bis heutiger Zeit

Урок 19. Немецкий язык 10 класс ФГОС

Этот урок расскажет о послевоенной Германии. Ученики познакомятся с историей возникновения ГДР и ФРГ и политической жизни в двух государствах. Дети узнают, что привело к объединению Германии в 1990 году и как дальше развивалась страна. Кроме этого, они познакомятся с Германией на современном этапе.

Конспект урока "Die Geschichte Deutschlands. Periode von 1945 bis heutiger Zeit"

Die Geschichte Deutschlands. Periode von 1945 bis heutiger Zeit

Wir lernen die Geschichte Deutschlands weiter. Und heute bekommen wir die Information über:

·        die Zeit nach dem 2. Weltkrieg,

·        die Entstehung der Bundesrepublik und „Wirtschaftswunder“,

·        die Entstehung der DDR und Leben in der DDR,

·        das deutsche Leben in den Jahren 1960-1990,

·        Wiedervereinigung Deutschlands,

·        Deutschland in der Periode 2000 und bis heutiger Zeit.

Deutschland von 1945 bis 1960: Wiederaufbau

Am Ende des 2. Weltkrieges (1939–1945) war Deutschland ein zerstörtes Land. Seine Städte lagen in Trümmern, viele Menschen hungerten.

Jede der vier Siegermächte die USA, England, Frankreich und Russland bekam einen Teil von Deutschland als Besatzungszone zur Verwaltung zugewiesen.

Eine Besatzungszone ist ein von ausländischen Truppen besetztes Gebiet oder Bereich eines Staates, in dem eine fremde Staatsmacht als Besatzungsmacht die Hoheitsgewalt ausübt.

Die Entstehung der Bundesrepublik

Am 14. August 1949 wurde aus den Besatzungszonen der drei Westmächte, also aus Westdeutschland, die Bundesrepublik Deutschland gebildet.

Ihre Hauptstadt wurde Bonn am Rhein. Ihr erster Kanzler war für viele Jahre Konrad Adenauer.

Adenauers Partei war die bürgerliche Christlich-demokratische Union (CDU). Sie war oft die stärkste Partei im Bundestag, dem Parlament der Bundesrepublik. Die 1949 entstandene Bundesrepublik war aber noch kein selbständiger Staat. Noch hatten die drei Westmächte die letzte Entscheidung in allen wichtigen Fragen. In deutlichen Verhandlungen mit ihnen gelang es Adenauer, allmählich alle Beschränkungen abzubauen. 1955 wurde die Bundesrepublik ein souveräner Staat. Adenauer war ein geschickter, kluger Politiker. Deutschland verdankt ihm viel.

Das Wirtschaftswunder

Eine andere Aufgabe der deutschen Regierung war der Wiederaufbau des zerstörten Landes. In den 50-er Jahren fand das sogenannte deutsche „Wirtschaftswunder“ statt. Millionen Wohnungen wurden gebaut. Die Menschen konnten sich wieder satt essen. Millionen Arbeitslose fanden in neuen Fabriken eine Anstellung. 1959 hatte jeder Deutsche einen Arbeitsplatz. Der Wohlstand zog ein. Immer mehr Menschen leisteten sich ein Auto und eine Urlaubsreise ins Ausland.

Entstehung der DDR

Eine andere Entwicklung nahm die russische Besatzungszone in Ostdeutschland. Hier entstand keine echte Demokratie mit freien Wahlen. Nur Kommunisten konnten bei den Wahlen gewählt werden. Ostdeutschland wurde so schließlich als „Deutsche Demokratische Republik“ (DDR) ein kommunistischer, von Russland abhängiger Staat.

Als die Bundesrepublik der NATO beitrat, wurde die DDR am 7. Oktober 1949 eingegliedert.

Alle Fabriken und alle landwirtschaftlichen Flächen in der DDR wurden allmählich verstaatlicht. Der Aufstand der Arbeiter am 17. Juni 1953 wurde blutig niedergeschlagen. Millionen Ostdeutsche flohen deshalb im Laufe der Jahre nach Westdeutschland.

Deutschland von 1960 bis 1970: Wohlstand und Protest

Am Anfang der 60-er Jahre war die Bundesrepublik Deutschland politisch und wirtschaftlich ein stabiler Staat.

In Ostdeutschland, der DDR, herrschte die SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands). Die Menschen wurden gezwungen, im Sinn des Kommunismus zu leben und zu denken. Wer das nicht tat, wie zum Beispiel viele Christen, musste Nachteile in der Schule oder auf dem Arbeitsplatz hinnehmen oder kam sogar ins Gefängnis.

In der DDR wurde die gesamte Wirtschaft vom Staat gelenkt. Deshalb wurde hier nicht so viel produziert wie in Westdeutschland, was einen erheblich niedrigeren Lebensstandard zur Folge hatte. Deshalb flüchteten jedes Jahr viele Tausende durch den Eisernen Vorhang in den „goldenen Westen“. So verlor die Wirtschaft der DDR viele wertvolle Arbeitskräfte.

Der Mauerbau

Adenauer und die CDU hofften, eines Tages den Kommunismus in der DDR beseitigen und die DDR mit der Bundesrepublik vereinigen zu können.

Die USA unter ihrem neuen Präsidenten John Kennedy war jedoch nicht bereit, hierfür das Risiko eines Atomkrieges einzugehen. Deshalb nahm die USA es hin, dass die DDR im August 1961 an der Grenze zur Bundesrepublik und um Westberlin herum eine hohe Mauer errichtete, damit niemand mehr aus der DDR fliehen konnte. Wer trotzdem versuchte, heimlich über die Mauer zu klettern, wurde von der Grenzpolizei erschossen.

Ein neues Denken entsteht

Die 60-er Jahre sind ein wichtiger Wendepunkt in Deutschland. Seitdem stehen die Menschen in Deutschland dem Staat mehr oder weniger kritisch gegenüber. Sie sagen offen ihre Meinung. Sie kämpfen für ihre vermeintlichen Rechte durch Demonstrationen und manchmal auch Gewaltanwendung.

Deutschland von 1970 bis 1980

Sozialliberale Koalition unter Willy Brandt

Die Bundestagswahlen 1969 führten in der Bundesrepublik zu einem Machtwechsel. Die CDU, die seit Kriegsende 20 Jahre lang regiert hatte, wurde von der SPD abgelöst. Die Regierung plante weitere Reformen. Doch wegen Geldmangels konnte sie ihre Reformen nicht oder nicht so durchführen, wie sie es wollte. Denn gerade jetzt wurde das Geld für den Staat knapp. Bis dahin war es der Wirtschaft fast immer gut gegangen. Der Wohlstand der Deutschen war ständig gewachsen, Arbeitslose gab es fast keine. Da erhöhten die ölproduzierenden Länder 1974 (und noch einmal 1979) kräftig den Ölpreis. Dadurch wurde die Produktion der Waren teurer, die Preise stiegen. Deshalb wurde jetzt weniger Steuern eingenommen, die Zahl der Arbeitslosen stieg. So fehlte oft das Geld für Reformen. Durch die Ölkrisen, durch die zunehmende Automatisierung und Ersetzung der Menschen durch Maschinen und aus anderen Gründen wuchs seitdem die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland immer mehr an.

Kanzler Schmidt als Krisenmanager

1974 trat Willy Brandt als Kanzler zurück.

Zu den tieferen Gründen dafür gehörten sicher die beginnenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Brandts Nachfolger als Kanzler wurde Helmut Schmidt. Die Bundesregierung gab jetzt der Wirtschaft Geld für neue Investitionen. Dadurch sollte die Wirtschaft ihre Produktion steigern. Als Folge sollte die Arbeitslosenzahl sinken.

Die Regierung musste sich jedoch das Geld für die Wirtschaft von den Banken als sogenannte „Kredite“ leihen. Dadurch stiegen die Schulden des Staates immer mehr. Die „goldenen“ 50-er und 60-er Jahre für die Wirtschaft kehrten nicht wieder.

1980-1990: Auf dem Weg zur Wiedervereinigung

Kohl wird Kanzler

1982 wurde Helmut Kohl Bundeskanzler.

Kohl gehört zu den großen deutschen und europäischen Politikern. Er hat 1989 im richtigen Augenblick gehandelt und damit die deutsche Wiedervereinigung ermöglicht. Und er hat die europäische Einigung, den Zusammenschluss der europäischen Staaten zur „Europäischen Union“ (EU), stark gefördert. Kohl konnte warten, bis der richtige Augenblick zum Handeln gekommen war. Er war 16 Jahre lang Bundeskanzler, länger als jeder andere, auch länger als Adenauer.

Unter der neuen Regierung ging es der Wirtschaft wieder besser. Die hohen Schulden des Staats wurden etwas verringert. Die Inflation ging zurück. Der allgemeine Wohlstand stieg weiterhin an, aber die Zahl der Arbeitslosen nahm zu.

Die DDR muss sich öffnen

Bundeskanzler Kohl hatte die Hoffnung auf die Wiedervereinigung Deutschlands nicht aufgegeben. Die DDR blieb zwar weiterhin von Russland abhängig. Aber dort kam 1985 Gorbatschow an die Macht. Er begann Reformen, die er „Perestroika“, Umbau nannte. Dadurch sollte der Kommunismus moderner und leistungsfähiger werden. Gewollt oder ungewollt brachte diese Politik den Menschen mehr Freiheiten.

Immer mehr ostdeutsche wünschten, die DDR verlassen zu dürfen. In vielen Städten demonstrierten im Herbst 1989 wiederholt bis zu 300.000 Menschen für mehr Freiheit und freie Wahlen. Die DDR-Regierung musste nachgeben. Am 9. November 1989 fiel die Mauer in Berlin. Jubelnd umarmten sich West- und Ostdeutsche. Die DDR begann sich aufzulösen.

Deutschland von 1990 bis 2000

Die Wiedervereinigung

Am 3. Oktober 1990, seitdem der „Tag der deutschen Einheit“, schlossen sich die Bundesrepublik und die DDR zur neuen größeren Bundesrepublik zusammen. Die DDR verschwand.

Die Wiedervereinigung Deutschlands durch den Sturz des Kommunismus in der DDR, meist als „Wende“ bezeichnet, war eine Revolution. Trotzdem verlief sie völlig unblutig. Sie war deshalb für alle Deutschen ein Wunder.

Wiederaufbau Ostdeutschlands

Das Jahr 1990 war ein wichtiges Datum der deutschen Geschichte: die Bundesrepublik Deutschland und die ehemalige DDR sind ein gemeinsamer Staat geworden. Deutschland mit seinen nun über 80 Millionen Einwohnern wurde dadurch der größte Staat Europas.

Die Menschen in der DDR hatten gehofft, sie würden durch die Wiedervereinigung schnell so wohlhabend werden wie die Menschen in Westdeutschland. Aber durch den Anschluss an den Westen brach zunächst einmal die ostdeutsche Wirtschaft zusammen. Sie befand sich in einem sehr schlechten Zustand. Viele Menschen wurden arbeitslos, zeitweise bis zu 27 % aller Beschäftigten. Die ostdeutsche Wirtschaft erholt sich nur sehr langsam. Viele Bewohner der neuen Bundesländer erinnern sich deshalb gern an die früheren Verhältnisse unter dem Kommunismus. Manche wünschen sogar die alten Zeiten zurück. So besteht bis heute zwischen West- und Ostdeutschen ein gewisser Gegensatz.

In der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl im Dezember 1990 und nochmals 1994 wurde die christlich-liberale Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl bestätigt. Am 20. Juni 1991 wurde beschlossen, den Regierungssitz aus Bonn nach Berlin zu verlegen.

Seit 1999 und bis heute ist der Deutsche Bundestag Berlins Regierungssitz.

Globalisierung und Arbeitslosigkeit

Die 1990er Jahre galten als Ostaufbau. In den neuen Bundesländern wurden die verkehrliche Infrastruktur und neue Industriebetrieben gebaut.

Die Arbeitslosigkeit ist auch in Westdeutschland ein Problem. Wie kommt das?

Zum einen wird der Mensch immer mehr durch die Technik ersetzt. Und dann arbeiten heute die Industrien, Banken usw. innerhalb der einzelnen Staaten und weltweit immer enger zusammen. Dadurch kann die Industrie zwar preisgünstig produzieren und erhielt hohe Profite, aber gleichzeitig gehen durch die Zusammenlegung von Arbeitsbereichen viele Arbeitsplätze verloren. 1998 waren in Deutschland über 4 Millionen Menschen ohne Arbeit. Das war ein Grund dafür, dass die CDU unter Kohl die Bundestagswahl verloren hat.

Deutschland von 2000

1998 kamen an die Macht die SPD (Rot-Grün) unter Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Sie versprochen, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren, Kernkraftwerke zu schließen und das Steuersystem zu überarbeiten. In der Außenpolitik gab es keine grundlegenden Änderungen. Deutschland als Mitglied der NATO nahm an der Militäroperation gegen Jugoslawien teil. In den Jahren beteiligten sich 2002-2008 Deutsche Truppen an Friedensmissionen in Afghanistan, Kongo und Libanon.

Bei den Wahlen 2005 kam die „Große Koalition“ von CDU/CSU und SPD an die Macht. Die Christdemokratin Angela Merkel führte die Regierung, später ihre Partei verstärkt ihren Einfluss in der Koalition. Das ist die erste Frau im Amt des Bundeskanzlers.

2009 wurde die Große Koalition durch eine schwarz-gelbe Koalition aus Union und der FDP

(Freie Demokratische Partei) ersetzt. Merkel behielt ihr Amt als Bundeskanzlerin.

Deutschland und Asylanten

Fast alle Deutschen möchten heute in einer Demokratie in Frieden und Freiheit leben. Die Freiheit des Einzelnen und die Beachtung der Menschenrechte werden in Deutschland sehr wichtig genommen.

Angela Merkel führte seit dem 2015 die Politik der offenen Grenzen. Das zeigt sich daran, dass Deutschland viele Asylanten und Ausländer aufnimmt. Im Jahr 2015 hatten fast 500.000 Personen Asylanträge in Deutschland gestellt. Im Jahr 2016 zogen nach Deutschland fast 280.000 Asylanten und heute ist diese Zahl fast zweimal verringert. Hauptsächlich sind das Menschen aus dem Nahen Osten und Afrika.

Die Politik der offenen Grenzen wurde später sehr kritisiert. Mehrere sagen, dass es das größte Hauptproblem Deutschlands seit der Zeit der Wiedervereinigung war. Es wurden viele gesellschaftliche Probleme, hauptsächlich Gewalt, Pöbeleien und Diebstähle.

Deutschland heute

Trotz der Tatsache, dass Deutschland in mehreren Weltkriegen als Aggressor trat, hat sich Deutschlands moderne Politik so sehr verändert, dass dieses Land jetzt ein friedlicher, hochentwickelter und demokratischer Staat ist. Die Hauptrichtungen der deutschen Außenpolitik sind die Weiterentwicklung der EU und der NATO, der Bildung einer gemeinsamen Sicherheitspolitik und der Verhinderung von Konflikten innerhalb dieser Organisationen.

Deutschland bemüht sich um die Partnerschaft mit den Ländern des Mittelmeerraums, des Nahen Ostens, der GUS, kümmert sich um die Stärkung und Achtung der Menschenrechte, sorgt für ein stabiles Gleichgewicht in der Welt, verhindert globale Katastrophen und bewaffnete Konflikte.

Der Lebensstandard im Land ist viel höher als in vielen Ländern, deutsche Staatsbürger haben ein hohes Maß an Sozialschutz. Jeder von ihnen hat eine Krankenversicherung, einschließlich einer relativ billigen medizinischen Versorgung. Arbeitslose in diesem Land erhalten Sozialhilfe. Die Pflichtversicherung im Land wird aus dem Budget finanziert.

Und heute ist das moderne Deutschland eine Welthandelsmacht, ein Mitglied der „Sieben“ hochentwickelter Industriestaaten und eines der einflussreichsten Länder Europas.

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