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Die Geschichte Deutschlands (von Mitte des 15. Jahrhunderts bis 1771)

Урок 15. Немецкий язык 10 класс ФГОС

На этом уроке мы продолжим говорить об истории, но это уже будет время реформ, Библии и борьбы крестьян против дворянства. В этом видеоуроке мы также поговорим о Тридцатилетней войне и узнаем, чем же прославился Фридрих II.

Конспект урока "Die Geschichte Deutschlands (von Mitte des 15. Jahrhunderts bis 1771)"

Guten Tag!

Heute besprechen wir folgende Themen:

1) Martin Luther und Reformation;

2) Martin Luthers Bibelübersetzung;

3) Der Große deutsche Bauernkrieg;

4) Dreißigjährige Krieg zwischen dem Kaiser und den fürstengruppen (1618-1648).

MARTIN LUTHER UND REFORMATION

Wie alles begann.

Martin Luther hat 95 Thesen geschrieben. Der Thesenanschlag in Wittenberg gilt als Beginn einer neuen Zeitrechnung.

Am 31. Oktober 1517 nähert er sich als ein Mönch am Vorabend des Allerheiligenfestes den Toren der Schlosskirche zu Wittenberg. Die Schläge seines Hammers auf dem Holz hallen in der kühlen Herbstluft wider, als er ein Papier an die Tore nagelt. Dann verschwindet er wieder in der Abenddämmerung.

Diese 95 Thesen waren gegen den Ablasshandel. Damit riefen sie zum akademischen Diskurs über die Auffassung der katholischen Kirche von Ablass und Buße auf. Luther kritisierte in seinen Thesen, dass die katholische Kirche gegen Geldbeträge die Reinigung von Sünden versprach. Er vertrat die Ansicht, allein der Glaube an Gott und die Reue befreien von der Strafe nach dem Tod.

Die Pforte der Kirche diente zu Luthers Zeiten als eine Art "Schwarzes Brett" für die Universität, so konnte er sicher sein, dass viele Akademiker seine Thesen lesen würden. Also, es war klar, dass Martin Luther seine Thesen an diesem Tag per Brief an seine Lehrer schickte.

Die katholische Kirche reagierte unverzüglich und rigoros auf Luthers Thesen. Nicht nur, dass man die eigenen finanziellen Interessen gefährdet sah, auch die Autorität des Papstes wurde von Martin Luther und seinen Aussagen untergraben. Er wurde in Rom wegen notorischer Ketzerei angeklagt. Seine Thesen waren sehr populär in der Bevölkerung. Die Menschen haderten schon lange mit einer Kirche, die mit immer neuen Gebühren und Abgaben ihren Geldmangel versuchte zu decken. Ohne Luthers Wissen wurden die Thesen gedruckt und in ganz Deutschland verbreitet. Im März 1518 veröffentlichte er eine für die breite Masse verständliche Variante seiner Ausführungen. Sie wurde zum "Bestseller".

Martin Luthers Thesen führen zur Spaltung der Kirche. Dort fordert er nach Reformen in der Kirche, die trafen Nerv der Zeit. Bis 1555 war das Ziel der Reformatoren lediglich, die katholische Kirche zu verändern. Nach dem Augsburger Religionsfrieden teilte sich die Kirche und ganz Europa in katholische und lutherisch-reformatorische Gebiete.

Die Menschen entdeckten mit der Reformation zunehmend ihre eigene Persönlichkeit und wurden mündiger gegenüber Kirche und Staat. Die Reformation läutete das Ende der uneingeschränkten Macht der Autoritäten ein.

MARTIN LUTHERS BIBELÜBERSETZUNG

Martin Luther gilt als Förderer der deutschen Sprache. Seine Übersetzung der Bibel aus dem Lateinischen ins Deutsche war der Grundstein für die Entstehung einer einheitlichen deutschen Sprache. Also, dank Martin Luther kann heute jeder die Bibel lesen.

Die erste vollständige Bibelübersetzung von Martin Luther war im Jahr 1534. Die Bibel wurde ursprünglich in Hebräisch (das Alte Testament) und Griechisch (das Neue Testament) verfasst. Schon im 4. Jahrhundert war der Text ins Lateinische übersetzt worden. Diese Bibelauf Latein nennt man auch Vulgata.

DER GROSSE DEUTSCHE BAUERNKRIEG

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts besteht die Bevölkerung zu 80 Prozent aus Bauern, zu drei Prozent aus Adel und der Rest der Bevölkerung sind Städter. Die größte Bevölkerungsgruppe muss die Last des Staates tragen. Die Bauern finanzieren mit ihren Abgaben den Adel und die Geistlichkeit, sind aber gleichzeitig politisch völlig bedeutungslos.

Zu dieser Zeit verschlechtert sich die wirtschaftliche Situation. Nach 1450 erholt sich die Bevölkerung von der großen Pest, das heißt, die Bevölkerungszahl wächst, aber die Leute werden ärmer.

Durch die hohen Abgaben und Dienste, zu denen die Bauern verpflichtet sind, bleibt ihnen immer weniger zum Leben übrig.

Die Bauern waren zu hohen Abgaben verpflichtet

Also, die Bauern fangen für eine gerechtere Welt und scheiterten kläglich kämpften. Von 1524 bis 1526 zogen die Bauern in den Krieg gegen den Adel. Sie forderten mehr Rechte und eine Aufhebung der Leibeigenschaft. Aber der Versuch endet in einem blutigen Fiasko.

Die ersten Reaktionen der Herren sind fürchterlich. Viele Bauern werden hingerichtet oder verstümmelt. Sie müssen ihre Waffen abgeben und werden zu Schadenersatz verpflichtet. Etwa 70.000 Bauern verlieren während des Bauernkriegs ihr Leben.

Weil die Herren aber auch Angst vor neuerlichen Aufständen haben, erfahren die Bauern in einigen Regionen nicht nur Repressionen. So kommen die Herren im sogenannten "Renchener Vertrag" in der Ortenau den Bauern entgegen. Dort wird die Leibeigenschaft aufgehoben, die Heiratsfreiheit wird möglich gemacht und die Todfallabgabe wird abgeschafft.

Die Forderungen der "Zwölf Artikel" werden, etwas gemildert, umgesetzt. So ist der Krieg nicht ganz vergeblich. Bis zur ihrer endgültigen Befreiung müssen die Bauern aber noch bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts warten.

DREISSIGJÄHRIGE KRIEG ZWISCHEN DEM KAISER UND DEN FÜRSTENGRUPPEN (1618-1648)

Die Reformation hatte den Christen Mitteleuropas in 2 große religiöse Lager geteilt: die Katholiken und die Protestanten. Diese beiden Religionsgemeinschaften hatten Konflikte zwischen einander.

So widersetzen sich im Jahr 1618 protestantische Adlige in Böhmen dem katholischen Kaiser. Dieser hatte versucht, in seinen Landen Rechte, die den Protestanten zugestanden worden waren, wiederzurückzunehmen. So begann den dreißigjährigen Krieg. Zuerst bekämpften die katholischen Fürsten gemeinsam mit dem Kaiser die protestantischen Fürsten. Dann traten Dänemark (1625) und Schweden (1630) auf der Seite ihrer protestantischen Glaubensgenossen in den Krieg ein. 1635 schlug sich das katholische Frankreich auf die Seite der Protestanten. Am Ende des Krieges lag Deutschland in Trümmern, denn der Krieg wurde überwiegend auf deutschem Boden ausgetragen. Aber der Religionsfrieden zwischen Katholiken, Protestanten und Calvinisten wurde vereinbart.

Im Jahr 1740 wird Friedrich II. zum Preußenkönig und Maria-Theresia wird Kaiserin von Österreich und Ungarn.

Wodurch ist Friedrich II. bekannt?

Zunächst kämpfte er in zwei Kriegen gegen Österreich um Schlesien, das seit dem 16. Jahrhundert zum Haus Habsburg gehörte. Nach einer sehr glücklich gewonnenen Schlacht wurde 1745 im Friedensvertag von Dresden Schlesien offiziell Preußen zuerkannt. Doch die Schlesischen Kriege waren erst der Anfang.

1756 brach der Siebenjährige Krieg aus, in den fast alle Großmächte Europas verwickelt waren. Gegen Preußen hatten sich die Mächte Frankreich, Russland und Österreich formiert. Friedrich II. hatte sich dagegen mit Großbritannien verbündet.

Nach dem Krieg, aus dem Friedrich II. und Großbritannien als Sieger hervorgingen, ordnete sich die politische Landschaft in Europa neu. Das vergleichsweise kleine Preußen hatte sich dank geschickter strategischer Manöver von Friedrich II. als fünfte Großmacht in Europa etabliert.

Und jetzt eine kurze Zusammenfassung.

·                   Martin Luther hat eine große Rolle in der Geschichte Deutschlands gespielt. Er hat 95 Thesen geschrieben, die zur Spaltung der Kirche führen.

·                   Martin Luther gilt als Förderer der deutschen Sprache. Er hat die Bibel aus dem Lateinischen ins Deutsche Übersetzt. Also dank ihm kann heute jeder die Bibel lesen.

·                   Zu Beginn des 16. Jahrhunderts besteht die Bevölkerung zu 80 Prozent aus Bauern. Sie finanzieren mit ihren Abgaben den Adel und die Geistlichkeit, sind aber gleichzeitig politisch völlig bedeutungslos.

·                   Der Dreißigjährige Krieg zwischen 1618 und 1648 war einer der längsten und blutigsten Kriege in der Geschichte des heutigen Deutschlands. Eine ganze Generation von Menschen erlebte nichts anderes als Tod, Elend und Verwüstung.

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