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Theater in Russland

Урок 15. Немецкий язык 11 класс ФГОС

Видеоурок знакомит с историей театра в России. Ученики узнают, какими были первые театры и их актёры, сколько длилась первая серьёзная театральная постановка и кто внёс значительный вклад в историю развития театра в России. Ученики узнают о самых известных и необычных российских театрах. Кроме этого, они смогут ответить на вопрос: есть ли место театру в современном мире?

Конспект урока "Theater in Russland"

Russische Theater sind einen anderen Weg der Bildung und Entwicklung als europäische, orientalische oder amerikanische gegangen. Etappen dieses Weges sind mit der einzigartigen Geschichte Russlands verbunden. Das hängt von der Wirtschaft, sozialen Formationen, Religion, der Mentalität von Russen und anderen Gründen ab.

Und heute machen wir Bekanntschaft mit der Geschichte des Theaters in Russland! Wir lernen die bekanntesten und auch ungewöhnlichsten russischen Theater kennen. Und wir können auch die Frage beantworten: Hat das Theater in der modernen Welt seinen Platz, oder?

Beginnen wir!

Russisches Theater bis 17. Jahrhundert

Die Schauspiele wurden schon seit alters bekannt und trugen religiösen und heidnischen Charakter.

Als die ersten Theaterspieler in der Rus galten wandernden Komödianten: Skomorochi.

Sie sind seit dem 11. Jahrhundert bekannt. Unter ihnen waren Musiker, Sänger, Tänzer, Komiker, Dresseure (in der ersten Linie Bären). Sie treten in so genannten Balagan: ein temporäres Holzgebäude für Theater- und Zirkusaufführungen, das auf Jahrmärkten und Volksfesten beliebt wurde.

Russisches Theater im 17.–18. Jahrhundert

Das erste Theater existierte in Russland 1672–1676 und wurde beim Hof von Zar Alexej Michailowitsch. Ein Initiator der Theatergründung war Bojar Artamon Sergejewitsch Matwejew, ein Vertrauter des Zaren Alexei.

Am 17. Oktober 1672 wurde die erste Aufführung organisiert. Sie schrieb ein lutherischer Lehrer aus Deutschland Johann Gottfried Gregory (1631–1675). Die Aufführung dauerte 10 Stunden lang! Aber der Zar hat alles durchgesehen und war sehr zufrieden.

Festungstheater

In dieser Zeit entstanden Theater auch beim Bojarentum. Das waren sogenannte Haustheater. Haustheater am Hofe trugen zum Auftritt von Frauen auf der Bühne bei. Die bekannteste Schauspielerin war damals Praskowja Iwanowna Kowaljowa-Schemtschugowa, Gräfin Scheremetewa (1768–1803).

Das Repertoire dieser Theater war in der Regel Werke europäischer Autoren und Komponisten, vor allem aus Frankreich, Italien und Deutschland: Pierre-Alexandre Monsigny, Giovanni Paisiello, Wolfgang Amadeus Mozart, und die literarischen Dramen der französischen Klassiker (Jean-Jacques Rousseau, Denis Diderot).

Mit dem Zaren Peter dem Großen wurde Theater wieder erneuert. Er lud ausländische Schauspieler aus Italien, Deutschland, Frankreich ein und sie trugen zur Entwicklung des Theaters in Russland bei.

So wurde 1702 auf dem Roten Platz in Moskau das erste öffentliche Theater für mehrere Hundert Zuschauer gebaut.

Gerade Peter I. machte das Theater von einer höfischen zu einer Volkseinrichtung.

Nach dem Tod Peter I. wurde Elisabeth I. an die Macht. Das Musik- und Theatergeschäft ist sehr gewachsen. Mit ausländischen Theatergruppen traten auch russische Schauspieler auf.

Das erste Theater in Sankt Petersburg entstand 1752. Dort spielte ein Ensemble aus Jaroslawl, das seit 1750 bestand. Der Leiter war Fjodor Wolkow (1729–1763).

Er war ein russischer Theaterregisseur und Amateurschauspieler und gilt als der Begründer des ersten öffentlichen Schauspielhauses im Russischen Reich.

Am 30. August 1756 wurde das Dekret über die Gründung des Russischen Theaters in St. Petersburg geschrieben. So entstanden die kaiserlichen Theater in Russland. Sie waren bereits staatlich.

Seit 1757 durften die Frauenrollen in den öffentlichen Theatern erstmalig von Frauen dargestellt werden.

Die erste russische Schauspielerin im kaiserlichen Theater war Agrafena Musina-Puschkina.

Bei Kaiserin Katharina II. waren 3 Hoftruppen in Sankt Petersburg: italienische Oper, Ballett und russisches Drama. Später entstanden noch 2: deutsche und französische dramatische Truppen.

In dieser Zeit wurden Ausführungen nicht kostenlos. Die Theater wurden nicht staatlich, sondern privat.

Nach dem Befehl der Kaiserin Katharina II. wurde das Ermitage-Theater am 16. November 1785 geöffnet.

Die populärsten Theater wurden Rumjanzew- und Wolkonski-Theater.

In den 1790-er Jahren gab es in Moskau etwa 15 Privattheater mit 160 Schauspielern, 226 Musikern und Sängern.

Das ständige Theater wurde 1786 in Tambow, 1787 in Woronesch, 1798 in Nischni Nowgorod, 1812 in Charkow gegründet.

Russisches Theater im 19.20. Jahrhundert

1803 wurden Kaisertheater geteilt. So entstanden dramatische und musikalische Truppen. Musikalische Truppe teilt sich in Oper und Ballett.

In dieser Periode der Geschichte des russischen Theaters bildete sich eine bestimmte Schule mit einer Gemeinsamkeit von künstlerischen Mitteln, von Ton und Stil des Spiels heraus. Diese - europäische, genauer: französische - Schule herrschte beinahe 100 Jahre lang vor.

Zeitgleich vermischte sie sich mit der russischen Szene. So entstanden die besten russischen Schauspieler: Michail Schtschepkin (1788–1836), Pawel Motschalow (1800–1848), Ekaterina Wasiljewa (1829–1877), Vera und Nadeschda Samojlowi (1824–1880/1818–1899) u. a.

Die russischen Theater von Ende des 19. – Anfang des 20. Jahrhunderts zeichneten sich durch einen Ausbruch der schöpferischen Aktivität und der Suche nach einem eigenen Stil aus.

Ein besonderer Platz in der Theaterentwicklung nimmt Konstantin Sergejewitsch Stanislawski (1863–1938).

Er war ein russischer und sowjetischer Schauspieler, Regisseur, Theaterreformer und Vertreter des Naturalismus. Zusammen mit dem russischen Dramaturg und Theaterregisseur Wladimir Nemirowitsch-Dantschenko (1858–1943) gründete er im Jahre 1898 das Moskauer Künstlertheater. Es war ein hervorragendes Ereignis in der Geschichte nicht nur der russischen, sondern auch der weltweiten Theaterkunst.

Russisches Theater von 1917

Nach der Revolution von 1917 wurden alle Theater - kaiserliche und private - zum Staatseigentum erklärt. Die soziale und wirtschaftliche Störung führte dazu, dass die Menschen einfach in die Theater nicht kamen. Viele kulturelle Persönlichkeiten, darunter Komponisten, Schriftsteller, Künstler, Sänger, verließen das Land. Theater verloren auch einen bedeutenden Teil der Öffentlichkeit.

Aber in den 20-er Jahren wurde das russische Theater wiederbelebt. Aber in neuen Formen: Kabarett und Agitationstheater.

Es entstanden neue Theater, zum Beispiel, Mastfor in Arbat von der Leitung Nikolaj Foregger, das einzelne Tiertheater in der Welt von Wladimir Durow. Seit den 20-er Jahren beginnt seine Aufführungen mit den Puppen Sergei Obraszow.

Theater in der sowjetischen Periode

Bei all ihrer Widersprüchlichkeit war die sowjetische Periode für das Theaterwesen fruchtbar.

Das Bolschoi-Theater hatte Opern und Ballette ausschließlich zu sowjetischen Themen. Eine Schule des klassischen Balletts wurde geschaffen. Es gab interessante Stücke von talentierten sowjetischen Autoren auf dramatischen Szenen. Es wurde die Zeitschrift „Theater“ veröffentlicht.

Damals waren sehr viele hervorragende Regisseure und Schauspieler tätig.

In jene Zeit fällt das Schaffen von Regisseuren wie Wsewolod Meyerhold, Alexander Tairow, Jewgeni Wachtangow u.a.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Hauptthema aller Aufführungen „Proletarier“, also, ein einfacher sowjetischer Mensch.

Seit den 1950-er Jahren wurde Situation nicht so anstrengend.

Im Jahre 1964 wurde das Taganka-Theater von Juri Ljubimow, einem Regisseur und Lehrer der Moskauer Schtschukin-Theaterhochschule, gegründet. Das war das populärste Theater jener Zeit. Es zeigte nicht sozialistischen Realismus, sondern etwas Leichteres und Poetisches.

1965 wurde das Moskauer Kindertheater von Natalija Saz, einer russischen Kinder- und Musiktheater-Regisseurin gegründet.

Viele Stücke wurden aber sehr stark zensiert und verboten. Das führte zum Theaterverfall.

Im Jahr 1973 wurde Mark Anatoljewitsch Sacharow (1933) zum Leiter des Moskauer Lenkom-Theaters ernannt. Er organisierte viele neue und denkwürdige Theaterstücke.

Sacharow trat als Schöpfer eines Musiktheaters in die Geschichte des russischen Theaters ein und besetzte eine Nische zwischen einem amerikanischen Musical, einer Rockoper und einem Drama. Ein besonderer „sacharowski“ Stil hatten seine Stücke „Till“ und „Stern und Tod des Joaquin Murieta“. Die eigentliche Sensation war jedoch die Uraufführung der Rockoper „Juno und Avos“ im Jahr 1981. Das Stück ist zu einer Visitenkarte des Theaters geworden und ist bis heute sehr beliebt.

Theater nach der sowjetischen Periode

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hatten die Theater eine schwere Zeit. Das Fehlen von Verboten öffnete nicht nur den Talenten den Weg, sondern auch den Suchenden, die aufgrund von Schocks einfach beliebt waren.

Aber es wurden einige Einrichtungen herausgebildet:

·        klassische,

·        dokumentarische,

·        komische Stücke.

Außerdem gaben fast alle Theater frühere Stücke mit aktuellen Werken moderner Dramatiker.

Russisches Theater heute

Bis heute ist die Position des russischen Theaters mehrdeutig.

Die Regisseure setzen ihre Arbeit fort und verlassen sich dabei auf die Traditionen des sowjetischen Theaters.

Gleichzeitig kommt eine junge, avantgardistische Generation ins Theater mit dem Wunsch, die neuesten Trends der Weltkultur zu realisieren. In diesem Zusammenhang erscheint und entwickelt sich das postmoderne Theater. Diese Richtung wird sowohl durch das Auftreten neuer Theaterkollektive als auch durch einzelne Stücke in großen Theatern repräsentiert.

Unter den unkonventionellen Regisseuren stehen heute Kirill Serebrennikow, Juri Butusow, Vladimir Mirzoew, Andrej Schitinkin.

Heute in Russland zählt man mehr als 1000 Theater aller Form. Schaut die Liste der berühmtesten von ihnen!

1. Mariinski-Theater. Das ist eines der bekanntesten Opern- und Balletthäuser der Welt. Das Gebäude wurde 1783 errichtet und liegt am Sankt Petersburger Theaterplatz. Viele wichtige russische Opern und Ballette wurden hier uraufgeführt.

Mariinski-Theater ist ein Symbol der russischen Kultur.

2. Das Bolschoi-Theater in Moskau ist das bekannteste und wichtigste Theater für Oper und Ballett in Russland. Es besteht seit dem Jahr 1776 und bildet ein Paar mit dem in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Maly-Theater.

3. Michailowski-Theater in Sankt Petersburg ist das bedeutendste Opernhaus der Stadt. Er wurde 1833 erbaut. Im Repertoire des Musiktheaters stehen Opern und Operetten, vor allem Stücke von Tschaikowski, Verdi, Johann Strauss oder Offenbach.

4. Das Stanislawski- und Nemirowitsch-Dantschenko-Musiktheater ist ein Opernhaus in Moskau. In seiner heutigen Form existiert es seit 1941, nachdem zwei Operntruppen vereinigt wurden. Das Theater galt als Laboratorium zur Schaffung neuer Opern- und Ballettaufführungen.

Zusammen mit klassischen Theatern existieren heute auch moderne und ungewöhnliche.

5. Kolyada-Theater. Das ist ein privates Theater, das 2001 gegründet wurde. Es liegt in Jekaterinburg. Schauspieler des Kolyada-Theaters arbeiten im Avantgarde-Stil.

Es gehört zu den Top-Ensembles der Provinzbühnen des Landes. Überall hat Truppe großen Erfolg, die Schauspieler stehen immer im Applaus und die Tickets sind schon lange vor der Show ausverkauft. Die Stücke von Nikolai Kolyada – einem Leiter – können nicht wiederholt werden.

6. Auch ein ungewöhnliches Theater befindet sich in Moskau: Geschmacktheater. Das ist ein kulinarisches Theater, in dem das Essen an erster Stelle steht. Das Repertoire basiert auf kulinarischen Geschichten aus der ganzen Welt, beginnend mit den Geschichten der italienischen Großmütter und endet mit den Geheimnissen der französischen Köche und kulinarischen Spezialisten Russlands. Jeder Zuschauer wird zu einem vollwertigen Schauspieler.

7. Ein anderes ungewöhnliches Theater in Moskau zeigt Aufführungen unter Wasser. Es geht um das Unterwassertheater „Durchsichtige Welt“. Die Aufführungen finden in sechs Metern Tiefe statt und dauern nur drei Minuten, da die Schauspieler dafür den Atem anhalten müssen.

Also, das russische Theater ist einen langen Entwicklungsweg – seit 17. Jahrhundert –zurückgelegt.

In der heutigen Zeit der Medien und Technik entwickelt sich das russische Theater aber weiter. Es sucht immer mehr nach neuen Formen. Das Publikum füllt immer noch die Hallen, um mit der geheimnisvollen und attraktiven Welt des Theaters in Kontakt zu kommen…

„Das Theater beginnt an der Garderobe“.

Konstantin Sergejewitsch Stanislawski, ein russischer Schauspieler, Regisseur, Theaterreformer, Mitbegründer des Moskauer Künstlertheaters.

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