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Theater in Deutschland

Урок 14. Немецкий язык 11 класс ФГОС

Данный видеоурок посвящён истории развития театра в Германии, которая начала формироваться ещё в ХV веке. Ученики познакомятся с авторами и актёрами театральных постановок, посмотрят, как выглядели первые театры, и узнают, какие немецкие театры сегодня самые популярные.

Конспект урока "Theater in Deutschland"

Die Ursprünge des deutschen Nationaltheaters reichen in die ferne Vergangenheit zurück. Volksfeste, religiöse Darbietungen, verschiedene Arten von Spielen und festliche Unterhaltungen wurden zur Grundlage der professionellen Theaterkunst.

Und heute lernen wir die Geschichte des deutschen Theaters kennen!

Die Geistlichen Spiele des 15. und 16. Jahrhunderts

Im Mittelalter waren Theateraufführungen Bestandteil der städtischen Festkultur.

Besonders im 15. und 16 Jahrhundert waren die geistlichen Spiele in Deutschland verbreitet, genauer:

·        Osterspiele,

·        Passionsspiele,

·        Fronleichnamspiele.

Manchmal entstanden die komischen Episoden.

Der Autor der meisten Messe- und Jahrmarktspektakel war Hans Sachs (1494–1576), ein Nürnberger Schuhmacher, Spruchdichter, Meistersinger und Dramatiker. Er komponierte Farcen und Tragödien, überarbeitete die Geschichten bekannter Novellen der Renaissance und der Volkslegenden. In kurzen Komödien lachte er menschliche Schwächen aus.

Zu dieser Zeit gab es den Beruf des Schauspielers noch nicht. Die Darsteller der geistlichen Spiele setzten sich aus allen gesellschaftlichen Schichten der männlichen Bevölkerung zusammen. Wandernde Künstler spielten in den Jahrmarktsbuden auf den Plätzen, nutzten zufällige Bühnenbilder.

Alle Aufführungen orientierten sich auf das italienische Theater: commedia dell'arte. Der Hauptheld dieser Spektakel war Hans Wurst, eine derb-komische Gestalt der deutschsprachigen Stegreifkomödie seit dem 16. Jahrhundert.

Deutsches Theater im 17. Jahrhundert

Im 17. Jahrhundert entwickelte sich Theaterkunst in Deutschland in 2 Einrichtungen:

- die erste war noch mit dem Mittelalterstheater verbunden.

- die zweite – mit neuentstandenem Literaturtheater.

Die weiblichen Rollen wurden von den Schauspielerinnen gespielt, was für diese Zeit eine Innovation war. Die bekannteste von ihnen war Caroline Neuber (1667–1760). Zusammen mit dem Schriftsteller, Professor und Aufklärer Johann Christoph Gottsched (1700–1766) machten sie ab 1730 eine wichtige Reform der deutschen Theatergeschichte. Neuber und Gottsched galten als Schöpfer der Leipziger klassischen Schauspielschule. Im Gegensatz zum französischen Theater, das an Höfen gespielt wurde und viele Balletteinlagen enthielt, führten Neuber und Gottsched ein neues Theater vorwiegend mit Themen des Bürgertums in deutscher Hochsprache ein.

Später wurde die Mannheimer Schule entstanden. Das war ein Musikkreis, der sich auf Bürgerdrama gründete. Stil der Mannheimer Schule bildete sich auf dem frühen Drama in Realismus von Schriftsteller Friedrich Schiller und Dramatiker und Schauspieler August Wilhelm Iffland (1759–1814).

Deutsches Theater im 18. Jahrhundert

Das 18. Jahrhundert brachte für die deutsche Theaterszene wichtige Impulse.

Die Vorherrschaft der regierenden Königs- und Fürstenhäuser geriet ins Wanken. Das Volk drängte zu mehr Freiheit. Sozialkritische Stücke wurden populär und zu Publikumsmagneten.

Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) war ein bedeutender Dichter der deutschen Aufklärung. Mit seinen Dramen und theoretischen Schriften hat dieser Aufklärer der weiteren Entwicklung des Theaters einen wesentlichen Weg gewiesen und die öffentliche Wirkung von Literatur nachhaltig beeinflusst.

1767 gründete er das Hamburger Nationaltheater.

Lessing begründet eine neue Gattung des Dramas: das „Bürgerliche Trauerspiel“.

In seinen theoretischen Arbeiten, vor allem in der „Hamburgischen Dramaturgie“, vertrat er in Stücken die Harmonie von Gefühlen und Vernunft. Lessings Held ist ein freier Mann mit tiefen Gefühlen, der sein Recht auf Glück verteidigt.

So sind seine Helden in den Stücken „Minna von Barnhelm“ (1767), „Emilia Galotti“, (1772), „Nathan der Weise“ (1779).

Einer der besten deutschen Schauspieler des 18. Jahrhunderts war Conrad Ekhof (1720–1778).

Ende des 18. Jahrhunderts war die Epoche der Deutschen Klassik. Die Entwicklung des Theaters ist in dieser Zeit eng mit den Aktivitäten von Johann Wolfgang Goethe (1749–1832) und Friedrich Schiller im Weimarer Theater verbunden. Die Dramen von Goethe und Schiller sind angesiedelt im Spannungsfeld von humanistischem Ideal und historischer Realität.

Dabei schuf Goethe die „Regeln für Schauspieler“. Hier hielt er die neuen Anforderungen, die sich an die Schauspieler stellten, fest. Goethe formulierte handfeste Anweisungen zu der Stellung auf der Bühne, zur Haltung der Hände, zur Biegung der Finger sowie zum Auftritt.

Goethe inszenierte die Aufführungen malerisch und musikalisch. Die Farben der Kostüme waren nach ihrer Symbolkraft ausgewählt und auf die Dekoration abgestimmt. Die Stellung der Schauspieler auf der Bühne war genau bestimmt, so dass der Blick auf die Bühne einem Blick auf eine Malerei gleichkam.

Deutsches Theater im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert setzte, zunächst in Deutschland, dann auch in anderen europäischen Ländern, eine neue geistig-künstlerische Bewegung ein: die Romantik.

Die napoleonischen Kriege brachten eine Kritik der jungen deutschen Theaterszene. Auf der Bühne kamen die neuen Helden, leidenschaftlich und unruhig, die die Welt die Schranken fördern. Solche Rolle spielte der Schauspieler Ludwig Devrient (1784–1832).

In den Jahren nach der Revolution 1848–1849 setzte ein wahrer Theaterbauboom ein. Neben den Theatern der deutschen Metropolen Berlin und München existierten bald noch weitere 150 kleinere Hof- und Stadttheater.

In dieser Zeit bildet sich ein neuer Theaterberuf: Regisseure. Viele deutsche Meister trugen die europäische Szene des 19. Jahrhunderts zur Entwicklung bei. Zum Beispiel, Schriftsteller, Dramatiker und Theaterleiter Heinrich Laube (1806–1884), deutscher Dichter, Journalist und Theaterintendant Franz von Dingelstedt (1814–1881).

Eine große Rolle bei der Entwicklung der Nationalkunst spielte auch das Meiningen Theater. In den 1870-80-er Jahren entstand im Meiningen Theater seine eigene Schauspielergruppe mit einem umfassenden und künstlerischen Programm. Ein bekannter Heldendarsteller war Ludwig Barnay (1842–1924).

Das Theater gastierte in vielen Ländern Europas, besuchte zweimal Russland (im Jahre 1885 und 1890). Die Kunst von Meiningen Theater wurde von dem russischen Schauspieler und Theaterreformer Konstantin Stanislawski sehr geschätzt.

1883 wurde das Deutsche Theater in Berlin gegründet. Auf dieser Bühne arbeiteten herausragende Regisseure und Schauspieler, neue künstlerische Richtungen wurden geboren und sich entwickelt, Stücke berühmter Dramatiker wurden inszeniert.

Deutsches Theater im 20. Jahrhundert

Am Ende des 19. Jahrhunderts entstand eine neue Theaterbewegung, die für die Volksbühne eintritt. 1889 wurde Kritiker und Regisseur Otto Brahm (1856–1912) auch Präsident des Theatervereins Freie Bühne, der in Berlin gerade von Theaterkritikern neu gegründet war. Brahms Theater zeigte soziale Probleme. So wurde das Stück von Gerhart Hauptmann „Die Weber“ gespielt, wo zum ersten Mal die aufständischen Arbeiter gezeigt wurden.

Der herausragende Regisseur Max Reinhardt (1873–1943), der von 1905 bis 1933 das deutsche Theater leitete, begann zum ersten Mal in der Geschichte der nationalen Szene eine professionelle Regiearbeit. Reinhardt entwickelte die Prinzipien der Einheit des Schauspielers und des szenischen Raums, die Verwendung der Musik und Malerei im Stück. Er arbeitete mit berühmten Komponisten, Architekten und Künstlern seiner Zeit zusammen. Das Repertoire seines Theaters war umfangreich.

Reinhardt zog solche berühmte Schauspieler wie Alexander Moissi (1879–1935), Albert Bassermann (1867–1952), Paul Wegener (1874–1948) und andere.

Am Anfang 1900-er Jahre entstand in Deutschland kulturelle Bewegung des Expressionismus. Sie war eine Reaktion auf die wirtschaftliche, politische und soziale Situation im Land.

Während des Ersten Weltkriegs 1914–1918 und in der Zeit der Weimarer Republik stieg ein Interesse zum politischen Theater.

Die Hauptregisseure dieses Theaters waren Erwin Piscator (1839–1966) und Bertolt Brecht (1898-1956). Sie inszenierten die Stücke zu den politischen und revolutionären Themen.

Nach 1925 bildeten sich in mehreren deutschen Großstädten Agitprop-Truppen. 1929 spielten in Deutschland dreihundert Gruppen, die mehr als dreieinhalb Millionen Zuschauer erreichten.

Ein bedeutendes Ereignis im Theaterleben der 1920-er Jahre war die Inszenierung von Erich Engel (1891–1966) der „Die Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht. Es enthielt eine scharfe Satire auf die moderne bürgerliche Gesellschaft.

Die bekanntesten Schauspieler dieser Zeit waren Ernst Busch (1900–1980) und Hans Otto (1887–1943).

Nach dem Machtantritt im Jahre 1933 versuchten die Nazis, das Theater in den Dienst ihrer Sache zu stellen. Politisch unzuverlässige und nicht-arische Künstler wurden mit den brutalsten Mitteln ausgegrenzt. Ein erster Höhepunkt des Terrors war die Bücherverbrennung, bei der auch viele bedeutende Theatertexte in den Flammen aufgingen. Bald begann der massenhafte Auszug der besten Dramatiker, Regisseure und Schauspieler in die Emigration. Wer seine arische Herkunft nicht nachweisen konnte oder kein Treuegelöbnis zum Naziregime ablegte, wurde mit Schreib- oder Spielverbot belegt und damit beruflich vernichtet.

Nach der Niederlage des faschistischen Deutschlands im 1945 begann ein komplexer Prozess der Wiederaufbau der nationalen Theaterkunst. In Berlin begann wieder das deutsche Theater zu arbeiten, andere Theater wurden auch eröffnet.

Das deutsche Theater stand auf dem Weg der demokratischen Kunst.

Nach einem Programm wurde im Jahre 1945 das Stück „Nathan der Weise“ von Lessing in Berlin inszeniert. Das Hauptthema war die Idee des Humanismus und der Gleichheit aller Nationen und Völker.

Seit 1949, als zwei Staaten auf dem Territorium Deutschlands - die Deutsche Demokratische Republik und die Bundesrepublik Deutschland – gegründet wurden, entwickelte sich die Theaterkunst in jedem von ihnen unabhängig voneinander, indem sie nationale Traditionen anwandte.

In den 1960-er und 1970-er Jahren herrschte das politische und dokumentarische Theater vor.

Zu Beginn der 1980-er Jahre wurde eine Wendung zur Subjektivität deutlich. Theater suchte neue Wirkungsmöglichkeiten. So entstanden Kinder- und Straßentheater. Außerdem entwickelten sich private Projekte.

Deutsches Theater heute

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts hat sich die Bedeutung des Regisseurs (Regietheater) erneut verstärkt und zu einer großen Breite von individuell geprägten Inszenierungsarten geführt. Klassikerinszenierungen nehmen dabei nach wie vor einen großen Platz im Repertoire deutschsprachiger Bühnen ein.

Heute gibt es in Deutschland rund 143 öffentliche Bühnen, Stadt- und Staatstheater sowie Landesbühnen. Hinzu kommen 220 Privattheater, 50 Kulturorchester und mehr als 30 Festspiele.

Das ist die bekanntesten von ihnen:

·        Dresdner Staatsoper,

·        Berliner Ensemble,

·        Operettenhaus in Hamburg,

·        Bayerische Staatsoper,

·        Meininger Theater,

·        Deutsches Theater in Berlin.

Darüber hinaus existiert eine Vielzahl an freien Gruppen, die das Theaterleben in der Bundesrepublik bereichert. Die öffentlichen Theater und eine große Zahl der privaten sind im Deutschen Bühnenverein organisiert, der sich seit 1846 darum bemüht, das kulturelle Leben in Deutschland zu erhalten und zu fördern.

Wie bei jeder Kunstform stellt sich auch beim Theater die Frage: Wie geht es weiter? Manchmal scheint es, als hätten wir bereits alles gesehen und Theater wird aufhören zu existieren.

Aber die Statistik sagt etwas anderes: Jedes Jahr besuchen öffentliche Theater in Deutschland etwa 21 Millionen und private – 11,3 Millionen Zuschauer!

Gehen Sie ins Theater, nur so erleben Sie Kunst…

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