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Sprachenentwicklung

Урок 21. Подготовка к ЕГЭ по немецкому языку. Часть 1

Урок расскажет о том, что такое «язык», как он возник, о классификациях языков. Также ученики узнают интересные факты о языках мира.

Конспект урока "Sprachenentwicklung"

Wir brauchen dieses Bedürfnis andauernd und überall: reden. Sprache gehört zu unserem Alltag. Ohne sie gäbe es keine Dialoge mit dem besten Freund in der Schule, keine Nachrichten, keine Gutenachtgeschichte. Doch wie ist Sprache eigentlich entstanden? Wann und wie haben die Menschen die ersten Wörter "erfunden"?

Heute beantworten wir die Fragen:

Was ist eine Sprache?

Wie entsteht die Sprache?

Welche Klassifizierungen der Sprachen gibt es?

Wir hören auch interessante Fakten über die Sprache.

1. Was ist Sprache?

Die Sprache ist ein komplexes System von Lauten und Zeichen zum Zwecke der Kommunikation.

Sprache wirkt im Prozess der Kommunikation als Medium zwischen dem Sender (Sprecher/Schreiber) und dem Empfänger (Hörer/Leser).

Sprache ist eine Besonderheit der Menschen. Die Grundlage der menschlichen Sprachfähigkeit bildet neben dem Drang zur Kooperation auch der Sprechapparat. Wenn wir sprechen, benutzen wir neben Zunge und Kehlkopf auch Lippen, Gaumen inklusive Bogen, Segel und Zäpfchen sowie Rachen, Kehldeckel und Lunge. Auch Zähne und der Nasenraum sind für die Artikulation wichtig.

Die Sprache ist ein komplex aufgebautes System. Laute fügen sich zu Silben, Silben zu Wörtern, Wörter zu Sätzen, Sätze in Texte.

Die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der menschlichen Sprache allgemein beschäftigt, ist die Linguistik oder Allgemeine Sprachwissenschaft.

Sprache und Sprachverwendung studieren auch solche Wissenschaften wie Psychologie, Neurologie, Kommunikationswissenschaft, Rhetorik, Philosophie Informatik, Semiotik, Literaturwissenschaft Anthropologie und andere.

2. Wie entsteht die Sprache?

Die ersten Menschen kommunizierten sich mit Gesten und Gebärden.

Bevor die Steinzeitmenschen angefangen haben zu sprechen, muss sich etwas Entscheidendes in ihren Köpfen verändert haben: Die Menschen müssen angefangen haben, sich in ihren Köpfen Dinge vorzustellen. Das war eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich Sprache überhaupt entwickeln konnte. Denn wenn die Menschen in ihren Köpfen keine Idee von einer Sache gehabt hätten, hätten sie auch nie ein Wort für diese Idee erfinden können. Hier muss man merken: Das Denken und die Sprache beziehen sich ständig aufeinander und sind voneinander abhängig.

Die einfache Lautsprache entwickelte sich zwischen 1,8 Millionen und 500.000 Jahren vor unserer Zeit im Laufe der Evolution: die Kopfform veränderte sich, der Schädel steckte sich, das Hirn wuchs, die Zunge und der Kehlkopf nahmen mehr Raum ein als zuvor. Der letzte gemeinsame Vorfahre von Homo sapiens und Neandertaler der Homo erectus, der vor etwa 1,5 Millionen Jahren lebte, konnte sprechen. Voraus gingen ihr womöglich primitive Urgesänge, die dazu dienten, Partner zu werben oder die sozialen Bindungen zu stärken.

Von Wörtern und komplexen Sätzen war die Sprache unserer Vorfahren noch weit entfernt.

Der erste Mensch, der vermutlich die Sprachfähigkeit hatte, war Homo sapiens, der vor etwa 150.000 Jahren lebte. Die Form und Stellung seiner Kiefer gaben ihm die Möglichkeit, mehr Laute auszusprechen.

Die Sprache gab dem Menschen einen evolutionären Vorteil: Er musste sich nicht mehr nur mit Gesten verständigen, die Hände konnte er nun für andere Dinge nutzen.

Seine volle Sprachfähigkeit erreichte der Mensch allerdings erst vor vermutlich 100.000 Jahren, als er sich in mehreren Wanderungswellen von Afrika aus über die Welt verbreitete.

Dabei spricht man über Ursprache.

Als Ursprache (auch Grundsprache oder Protosprache) bezeichnet man in der Linguistik eine hypothetische Sprachform, aus der sich alle Sprachen einer Sprachfamilie oder einer genetischen Einheit entwickelt haben. Das ist eine primitive Frühform der Sprache, die vor mehreren Millionen Jahren von Urmenschen gesprochen wurde.

3. Klassifizierungen von Sprachen

Heute gibt es etwa 6.900 Sprachen. und dazu – viele Klassifizierungen nach verschiedenen Kriterien.

Eine wichtige von ihnen ist die Gliederung in 24 Sprachfamilien. Das bedeutet, Sprachen, die auf eine gemeinsame Grundsprache zurückzuführen sind, werden als Sprachfamilie bezeichnet. Sprachen, die einen gemeinsamen Ursprung haben, also der gleichen Sprachfamilie angehören, haben eine ähnliche Grammatik, Vokabeln und Aussprache.

Die meisten europäischen Sprachen lassen sich drei großen Gruppen zuordnen: den germanischen, romanischen und slawischen Sprachen.

Zu den germanischen Sprachen gehören u. a. Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Isländisch, Deutsch, Niederländisch, Englisch und Jiddisch.

Romanische Sprachen sind u. a. Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Rumänisch.

Zu den slawischen Sprachen gehören Russisch, Ukrainisch, Weißrussisch, Polnisch, Tschechisch, Slowakisch, Slowenisch, Serbisch, Kroatisch, Mazedonisch, Bulgarisch und andere.

Einige Sprachen gelten als isolierte Sprachen, da eine Verwandtschaft mit anderen Sprachen bisher nicht nachgewiesen werden konnte. Hierzu zählt in Europa z. B. das Baskische.

Es gibt auch natürliche, künstliche und formale Sprachen.

Die meistbekannten Sprachen sind natürliche Sprachen, d. h. sie wurden von keinem Menschen geschaffen, sondern entstanden über Jahrhunderte, Jahrtausende mit Sprachevolution. Jedes Volk spricht eine andere Sprache. Die natürlichen Sprachen sind Ausdruck menschlichen Denkens, Fühlens und Wollens.

Zu den natürlichen Sprachen gehört auch tierische Sprache mit der Bedeutung „Sprache als tierische Kommunikationssysteme“. Der Hauptunterschied von der menschlichen Sprache liegt daran, dass sie keine Symbole hat. Tierische Sprache ist auch situations- und instinktgebunden. Ein Beispiel ist der Tanz der Bienen. So informieren Sammelbienen durch Tänze mit, wo sie Nahrung gefunden haben.

Auch manche Menschenaffenarten kombinieren Gesten und Schreie, um mit seinen Artgenossen zu kommunizieren. Zum Beispiel, der Orang-Utan verwendet 64 unterschiedliche Gesten für Kommunikation.

Die künstlichen Sprachen sind Sprachen, die von einer Person oder einer Gruppe aus verschiedenen Gründen und zu verschiedenen Zwecken neu entwickelt wurden. Sie entstanden mit logischem menschlichem Denken.

Es gibt über 200 künstliche Sprachen. Das sind die bekanntesten von ihnen:

-  Esperanto. Es besitzt in keinem Land der Welt den Status einer Amtssprache, aber es wurde in einigen Ländern aktiv benutzt. Es gibt sogar Esperanto-Radio-Sendungen, Internet-Zeitschriften und Esperanto-Wikipedia. Bei Twitter gehörte Esperanto in jedem Jahr von 2009 bis 2019 zu den Top-30-Sprachen.

- John Ronald Reuel Tolkien für seinen „Der Herr der Ringe“ entwickelte eine elbische Sprachfamilie. Die beiden bekanntesten Elbensprachen sind Quenya und Sindarin.

- Na’vi-Sprache der Einwohner des Mondes Pandora im Film „Avatar“. Sie wurde von dem Linguisten Paul Frommer für diesen Film entwickelt.

Formale Sprachen sind Zeichensysteme, die nur die Verständigung innerhalb eines begrenzten Fachgebietes regulieren oder sich nicht natürlich entwickelt haben. Sie wurden entwickelt, um bestimmte Probleme zu beschreiben. In der Mathematik zum Beispiel wird eine formale Sprache verwendet, die auf der ganzen Welt gültig ist:

„5 + 2 = 7“ ist eine wahre Aussage in der formalen mathematischen Sprache.

Dazu gehören auch Programmiersprachen. Sie ist eindeutig festgelegt, welche Zeichenfolgen als Programm zugelassen sind und was diese Zeichenfolgen bewirken.

Innerhalb einer Sprachgemeinschaft können unterschiedliche Sprachformen existieren, die verschiedene Sozialgruppen bilden. Zum Beispiel, Jugendliche haben sein eigener Slang und Ärzte brauchen spezielle Fachlexik.

Die territorialen Unterschiede führen zur Entstehung eines neuen Dialektes oder sogar einer ganz eigenen Sprache. So sind auch die vielen verschiedenen Sprachen der Welt entstanden.

Ein gesellschaftlicher Unterschied der Sprache besteht auch in der Differenzierung zwischen Standardsprache und Umgangssprache.

Zur Sprache gehört aber viel mehr als nur das gesprochene Wort. Der gleiche Satz kann ganz verschiedene Bedeutungen haben, je nachdem, wie er betont wird und welche Gesten man dabei macht. Du sprichst nämlich immer auch mit deinen Armen und Händen. Und auch deine Augen übermitteln deinen Gesprächspartnern Botschaften.

4. Hört zum Schluss einige interessante Fakten über Sprachen.

Fakt Nr. 1. Heute auf der Erde existieren etwa 7000 Sprachen. 40 % von ihnen sind vom Aussterben bedroht.

Fakt Nr. 2. Die ältesten Sprachen mit schriftlichen Zeugnissen sind Hebräisch, Sanskrit, Sumerisch und Baskisch.

Fakt Nr. 3. Papua-Neuguinea hat eine Zahl von 840 der meisten Sprachen.

Fakt Nr. 4. Das kürzeste Alphabet der Welt hat Rotokas, eine Sprache, die in Papua-Neuguinea. Es hat nur elf Buchstaben. Und das längste Alphabet der Welt ist Khmer-Sprache, die in Kambodscha gesprochen wird: 74 Symbole.

Fakt Nr. 5. Einige Sprachen haben viele kulturelle oder kulinarische Begriffe mit Dutzenden von Synonymen. Zum Beispiel im Albanischen gibt es 27 Wörter für die Bezeichnung von „Schnurrbart“. Im Somalischen – 43 Wörter für „Kamele“. In Hawaii gibt es 108 Wörter zur Beschreibung von Süßkartoffeln, 47 für Bananen und 200 für Regen.

Fakt Nr. 6. Die Bibel ist das am weitesten verbreitete Buch. Sie wurde in 2.454 verschiedene Sprachen übersetzt. Den 2. Platzt nimmt „Pinocchio“ ein.

Fakt Nr. 7. Das erste gedruckte Buch wurde auf Deutsch geschrieben: Die Gutenberg-Bibel.

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Die Sprache ist sehr wichtig für uns Menschen, wenn wir miteinander kommunizieren wollen. Kommunikation bedeutet die Verständigung zwischen Menschen. Man meint, dass Menschen Nachrichten, Gefühle und ähnliche Dinge austauschen. Sie ermöglicht Vergleich und Unterscheidung, gemeinsames Denken und Problemlösen. Sie öffnet Räume aus Ideen.

Kurz gesagt: Sprache ist ein Wunder.

„Der Mensch ist nur Mensch durch die Sprache“.

Wilhelm von Humboldt (1767-1835), deutscher Philosoph und Philologe

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